CBD bei Gürtelrose (Herpes Zoster) – Hilft Cannabidiol?

CBD bei Guertelrose (Herpes Zoster)

Herpes Zoster, umgangssprachlich Gürtelrose genannt, ist die Zweiterkrankung nach einer Windpocken-Infektion. Sie tritt in den meisten Fällen erst Jahrzehnte nach der Ansteckung mit dem Virus auf. In Deutschland erkranken jährlich etwa 350.000 bis 400.000 Menschen an der Infektion, wobei rund 2/3 davon über 50 Jahre alt ist. Für die Behandlung werden Schmerzmitteln sowie austrocknenden und antiseptischen Lösungen zum Auftragen verwendet. Doch kann auch CBD bei Gürtelrose helfen? Wirkt Cannabidiol bei Herpes Zoster? 

 

Was ist Gürtelrose (Herpes Zoster)?

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=U3PA2-J0EZM

Gürtelrose ist ein stark schmerzender Hautausschlag, der halbseitig, gürtelartig verläuft. Ausschlaggebend für Herpes Zoster (Gürtelrose) ist eine Infektion mit dem Windpocken-Virus (Varicella-Zoster-Virus), welcher wiederum zu der Familie der Herpes-Viren gehört.

Zu Beginn treten die Windpocken in Erscheinung. Während der daraus entstehende Hautausschlag mit der Zeit verschwindet, verweilt der Virus weiterhin im menschlichen Körper. Er nistet sich in den Hirnnerven sowie den Nervenwurzeln des Rückenmarks ein.

Sollte nun das Immunsystem geschwächt sein (beispielsweise mit steigendem Alter), so können sich die Viren vermehren und wieder in Erscheinung treten. Die Folge ist Gürtelrose, die an jeder Stelle des Körpers auftreten kann. Sogar Organe wie das Gehirn oder die Augen können davon betroffen sein.

 

Ist Gürtelrose (Herpes Zoster) ansteckend?

Kurzum: ja! Und wie wird Gürtelrose (Herpes Zoster) übertragen?

Windpocken sind äußerst ansteckend und verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion. Ebenfalls ist der Kontakt mit den Bläschen und der Kruste ansteckend. Auch Gürtelrose kann über eine Schmierinfektion übertragen werden, ist jedoch nicht ganz so ansteckend wie beispielsweise ein von Windpocken betroffenes Kind.

Sollte der Ausschlag oder die Windpocken bereits aufgetreten sein, so gibt es verschiedene Risikofaktoren für eine Reaktivierung. Dazu zählen:

  • Immunschwäche
  • hohes Alter
  • Traumata
  • Stress
  • UV-Strahlung
  • Medikamente (die das Immunsystem schwächen)

 

Hilft CBD bei Gürtelrose (Herpes Zoster)?

Wie bereits oben im Video zu erfahren war, behandelt der Arzt nur die Begleiterscheinungen der Erkrankungen und nicht diese direkt selbst. Es gilt unter anderem Schmerzen und ähnliche Erscheinungen zu lindern.

Cannabidiol (CBD) konnte bereits an vielen Stellen zeigen, dass es sich für die Bekämpfung von Schmerzen und Entzündungen eignet. Auch bei Lippenherpes kann CBD helfen. Leider gibt es aktuell noch keine Studien, die eine erfolgreiche Anwendung von CBD bei Herpes Zoster bescheinigen. Allerdings gibt es einen interessanten Praxisfall, bei dem Cannabinoid zum Einsatz kam:

„In meiner Praxis stellte sich im März 2017 eine damals 94-jährige Patientin vor. Sie litt unter einer sogenannten Post-Zoster-Neuralgie. Dabei handelt es sich um heftige Schmerzen, die durch geschädigte Nerven nach einer Gürtelrose auftreten können. Die Patientin hatte diese Schmerzen bereits zwei Jahren lang. Dagegen nahm sie mehrere Opioide. Das Problem: Diese riefen verschiedene, teils schwere Nebenwirkungen hervor. Dadurch nahm sie auch einiges an Gewicht ab, denn ihr Appetit blieb aus. Bevor sie in meine Praxis kam, hatte sie bereits – illegal – Hasch geraucht, erzählte sie mir. Das brachte zwar gute Linderung, doch sie wollte nicht auf illegale Ware angewiesen sein und sie wollte auch nicht rauchen. Sie fragte mich, ob es andere Möglichkeiten gebe.

Da zu diesem Zeitpunkt bereits das neue Gesetz in Kraft war, konnte ich bei der Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme einer Cannabinoid-Therapie stellen. Dieser wurde sofort genehmigt. Seither nimmt die 95-Jährige täglich 6 – 7 mg Dronabinol als ölhaltige Lösung ein. Sie konnte innerhalb kurzer Zeit die anderen Medikamente absetzen. Sie hat keine Schmerzen mehr und genießt das Leben – im Sommer arbeitet sie sogar wieder in ihrem eigenen Garten. Zusätzlich hat sie massiv an Gewicht zugenommen, von 43 kg auf 51 kg. Jetzt hat sie wieder mehr Kraft, von der sie zehren kann.“

Ein erfolgreicher Einsatz von Cannabidiol bei Herpes Zoster ist also denkbar, sollte jedoch unbedingt mit einem Arzt vorab abgesprochen werden.

 

Fazit: CBD bei Gürtelrose

Herpes Zoster ist eine überaus unangenehme Erkrankung, die unbedingt in Absprache mit einem fachkundigen Arzt behandelt werden sollte. Dabei könnte sich CBD als durchaus interessantes Naturheilmittel herausstellen, welches Beschwerden wie Schmerzen lindern kann. Cannabidiol wird bereits gegen eine Vielzahl an Krankheiten eingesetzt und entpuppte sich in den letzten Jahren als heilender Allrounder.